Zur Staudenpflege gehört ebenso, dass alle Pflanzen genügend Nährstoffe erhalten. Die gute Nachricht vorweg: Die meisten Stauden kommen in der Regel ohne eine zusätzliche Nährstoffgabe aus, wenn sie an geeignete Standorte gepflanzt wurden. Am erfolgreichsten entwickeln sich Stauden an Orten, an denen sie auch in der freien Natur vorkommen. Eine Staudenart, die in freier Wildbahn an sehr sonnigen Standorten wächst, sollte daher im Garten ebenfalls einen warmen und lichtdurchfluteten Standort erhalten. Ähnlich verhält es sich mit der Bodenbeschaffenheit, die eng mit der Nährstoffversorgung zusammenhängt. Stauden, die in der Natur auf trockenen Böden wachsen, gedeihen im Garten fast automatisch, wenn sie nicht mit direkter Staunässe konfrontiert werden. Stauden für feuchte Böden benötigen hingegen ein naturnahes Klima mit ausreichender Bewässerung.
Mit diesem Wissen gelingt es ohne Mühe, die richtigen Stauden für den Garten auszuwählen. Stellt man fest, dass die Blätter der Stauden welken oder dass sich Krankheiten und Schädlinge ausbreiten, sollte man die Beschaffenheit und Nährstoffkonzentration des Bodens prüfen. Vor allem empfindlichere Stauden profitieren einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, von einer Düngung. Wichtig ist hierbei, dass diese Nährstoffzugabe ausschließlich in der Vegetationszeit von März bis September vorgenommen wird, um Mikroorganismen im Boden nicht durch ein Übermaß an Stickstoff zu schädigen. Als Dünger ist Volldünger geeignet, der auch als Flüssigdünger verkauft wird. Beim richtigen Schnitt der Stauden, der ebenfalls zur Staudenpflege gehört, muss gleichermaßen individuell vorgegangen werden. Je nach Art der Gewächse ist die Schnittintensität in der Staudenpflege unterschiedlich.
Viele frühe Blütenstauden belohnen den sogenannten Remontierschnitt mit einer zweiten Blüte. Andere Pflanzen benötigen einen fortlaufenden Beschnitt und das Ausschneiden verblühter Knospen, um viele Monate im Jahr üppig zu blühen. Generell gilt: Jede Art benötigt eine andere Staudenpflege. Aus diesem Grund ist es entscheidend, sich vor dem Anpflanzen der Staude über die richtige Methode der Staudenpflege und die beste Beschnitt-Technik zu informieren. Beim Remontierschnitt schneidet man Stauden, beispielsweise die beliebte Schafgarbe, nach dem Verblühen der ersten Blüte zurück. Die Pflanzen sollten nach dem Beschnitt höchstens eine Größe von 15 Zentimetern haben und noch über einige Blüten verfügen. Der Schnitt regt die Pflanze an, neue Triebe und Knospen auszubilden und erneut zu blühen. Das richtige Ausdünnen gehört zusammenfassend zur erfolgversprechenden, fortlaufenden Staudenpflege.