Stauden sind von Natur aus winterhart. In der Regel ziehen sie im Winter ein und kommen im zeitigen Frühjahr wieder zum Vorschein. Die meisten beliebten Stauden gelten als pflegeleicht, wenn auch nicht immer als gänzlich anspruchslos. Etliche dieser winterharten Pflanzen lassen sich auch gut mit Gehölzen oder einjährigen Blumen kombinieren. Vor dem Pflanzen der beliebten Stauden sollte jedoch der Boden noch entsprechend vorbereitet werden. Dazu gehört die Entfernung jeglichen Unkrautes und die Lockerung des Bodens, der auch, je nach Staudenart, gern mit Kompost oder Hornmehl angereichert werden darf. Die beste Zeit, um Stauden zu pflanzen, sind das Frühjahr und der Herbst, auch wenn die meisten Stauden als Containerpflanzen fast das ganze Jahr über in die Erde gesetzt werden können.
Während manche der beliebten Stauden einen nährstoffreichen Boden bevorzugen, benötigen andere Stauden, beispielsweise Sukkulenten oder auch typische Stauden für den Steingarten, eher trockenen, sandigen Boden. Dies sollte bei der Pflanzauswahl berücksichtigt werden, denn diese würden sich in einem Schattenbeet mit vielleicht nährstoffreicher, womöglich leicht saurer Erde nicht lange wohl fühlen. Wieviel Licht auf ein Beet fällt, ob die Erde eher karg oder nährstoffreich ist, kann man oft schon durch genaues Beobachten und Fühlen feststellen. Um den pH-Wert des Bodens zu ermitteln, kann man einen Schnelltest verwenden, der einem in wenigen Augenblicken darüber Auskunft gibt, wie sauer oder alkalisch der Boden ist. Ein weiterer, wichtiger Punkt bei der Staudenpflanzung ist der individuelle Wasserbedarf der Pflanzen, der ebenfalls rechtzeitig erfragt werden sollte.
Ist der passende Standort für die Staude gefunden, kann das Pflanzloch ausgehoben werden. Dieses sollte nach Möglichkeit zweimal so groß wie das Pflanzgefäß sein, in dem sich die Staude vorher befand. So kann sich das Wurzelwerk gut ausbreiten, ohne dass einzelne Wurzelteile eingeengt werden. Vor dem Einsetzen ist es sinnvoll, die Staude für eine Zeit lang in einem mit Wasser gefüllten Eimer zu wässern, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen und sie sich vollgesogen hat. Etliche beliebte Stauden profitieren auch von einem kleinen Rückschnitt vor dem Einpflanzen, denn so können die Pflanzen ihre Energie ganz auf die Ausbildung eines stabilen Wurzelwerkes konzentrieren. Dann wird das Pflanzloch wieder mit der restlichen Erde aufgefüllt, diese gut festgeklopft und kräftig angegossen.